Was
wird aus der Ortsmitte
Zukunft Ortskern - „Los geht’s am Ochsen- Ende (am) Edeka???“
Unter diesem Motto
trafen sich am sonnigen Sonntagmorgen eine stattliche Gruppe von
Interessierten und schauten sich die Ortsmitte einmal von ganz neuen,
teilweise wenig bekannten und versteckten Seiten an. Am Brunnen in der
Forststraße gab Gemeinderat Hecktor Einblick in den bisherigen Stand und
die Planungen. Es erschloss sich den Beteiligten ein guter Überblick über
teilweise sehr alte und beeindruckende Gebäude. Erfreulich ist, dass ein
Teil dieser Häuser Liebhaber gefunden hat, die die geschichtsträchtigen
Gebäude unter Beibehaltung des alten Gesichts
zu modernen Wohnungen umgestalten. Zu wünschen wäre, dass sich
dieser Straßenzug durch Menschen neu beleben würde und leer stehende Gebäude
neu genutzt werden könnten. Zumal es ganz in der Nähe wahre Kleinode
gibt. Am Ochsen-Areal und beim Polizeigarten staunten die meisten der
Orts-Spaziergänger über eine zum Glück natürliche grüne Aue mit Bäumen,
Büschen und Federvieh, die sich in beachtlichem Ausmaß hinter den Gebäuden
erstreckt. Idylle pur mitten in Weissach. Schnell war man sich einig, dass
diese grüne Lunge von Unterweissach auf jeden Fall so erhalten werden
muss und den Menschen und vor allem den Kindern zugänglich gemacht werden
sollte. Pläne des Architekturbüros Frey, am Rande dieses Grünzuges
ein Gebäude zu errichten, das zur Betreuung von Klein- und
Schulkindern dienen könnte, fand deutliche Zustimmung. Vor dem geistigen
Auge entstanden Visionen von Räumen und Treffpunkten für Bürgerinnen
und Bürger und die ehemalige Scheune als Veranstaltungs- und Probenort für
Vereine und andere Gruppen. Auch der Wunsch, dass der Ochsen als Gasthaus
bestehen bleiben sollte, wurde geäußert. Weiter ging es zu den teilweise
sehr alten und schönen landwirtschaftlichen Anwesen an der Gartenstraße.
Der Platz Ecke Lindenplatz/ Welzheimerstraße gab Anlass zu manchen Gesprächen,
wie das Gesicht von Weissach noch deutlich bürgerfreundlicher und schöner
werden könnte und die Ortsmitte wieder zu einem Treffpunkt für Jung und
Alt. Bei der Besichtigung der Gebäude und Grundstücke rund um den
HL-Markt, ist es für alle die dabei waren unbegreiflich, dass der
HL-Markt mit den angrenzenden Arealen nicht so umgestaltet werden
kann, dass er den Bedürfnissen der Weissachern sowie den ortsansässigen
Gewerbetreibenden entspricht. Es wurde bedauert, dass es immer noch
leichter ist unverbautes Land zuzupflastern als in
bestehende Gebäude zu investieren oder schon versiegelte Flächen
neu zu gestalten. Mit diesem Resumee endete die Ortsbegehung am Bauplatz für
den geplanten Supermarkt. Die Gemeinderäte und die Kandidatinnen und
Kandidaten der Liste Weissacher bekamen an diesem schönen Sonntagmorgen
einen guten Eindruck davon, dass sich persönlicher Einsatz lohnen könnte,
um die gesehenen liebenswerten Seiten und Kleinode im Sinne einer
zukunftsfähigen Gemeinde zu erhalten und zu gestalten.
Dorothee Knaupp
Pressesprecherin