Engagement lohnt sich, denn Kommunalpolitik macht Laune
Es macht Laune, in einer Gruppe
wie der „Liste Weissacher Bürger“ neue Wege für die Gemeinde zu suchen.
Es macht Laune, mit
Partei unabhängigen, aber prinzipienfesten Geistern für eine
wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung zu streiten, die
Weissach im Tal als Teil einer gerechten Welt etabliert.
Es macht Laune, nicht
zu wackeln, zäh und standhaft für eine bunte Gemeinde einzutreten.
Wir versuchen auf
allen Politikebenen – im Gemeinderat, in Bürgerinitiativen, in Vereinen, in
Gesprächen – unsere Ideen lebendiger Ortskerne zu propagieren. Wir
brauchen Orte der kurzen Wege. Wir brauchen Ortskerne, in denen Bewohner und
Einkäufer sich wohl fühlen.
Das heißt: Priorität
für Sanierungsgebiete statt Neubauten auf der grünen Wiese. Das ist schwer
im Stuttgarter Speckgürtel. Denn die Weissacher sind hungrig, hungrig nach
immer neuen Baugebieten. Manchmal konnten wir den Hunger in andere
Bahnen lenken, manchmal konnten wir mit breiten Koalitionen neue Baugebiete
verhindern. Doch wir konnten nicht verhindern, dass die Gemeinde weit
überproportional gewachsen ist.
Vielleicht können wir
das künftige geplante Wachstum verlangsamen. Denn durch unseren Agenda -
Prozess in der Gemeinde hat es sich in weiten Schichten herumgesprochen:
Nachhaltig ist das Zauberwort. Nachhaltig heißt auch gerecht: Gerecht für
künftige Generationen . Wir dürfen heute nicht zu Lasten unserer Kinder
leben, indem wir die natürlichen Lebensgrundlagen aufbrauchen, die sie für
ihre Entwicklung brauchen! Deshalb: alte Flächen umnutzen statt ständig
neuen Baugebieten hinterherzuhecheln!
Wir Weissacher wollen
einen zukunftsorientierten Energieeinsatz. Mit dem Solarverein
konnten wir erreichen, dass wir heute in der Gemeinde u.a. schon mehr als
130 thermische Solaranlagen haben. Ein zwar im allgemeinen Kürzungswahn
zurückgefahrenes CO2-Reduzierungsprogramm regt unsere Bürger mit Zuschüssen
an, mehr auf zukunftsorientierten Energieeinsatz zu setzen. Was wir
brauchen, ist der Aufbau einer dezentralen Energieversorgung , sprich
Dorfwerke Weissach im Tal.
Wir wollen eine
bunte Gemeinde. Sie soll ein Wohlfühlort sein für Jung und Alt, für
Migranten und Einheimische. Wir haben in unserer Gemeinde mit erreicht, dass
es ein Netzwerk für Ältere gibt: ein Pflegehaus und eine Betreuung
Demenzkranker. Unsere Aktionen haben mit dazu beigetragen, dass wir einen
Jugendtreff haben; heute ist er ein Magnet für die Jugendlichen. Die Zeit
ist günstig zur Durchsetzung einer alten Forderung: Die Ausweitung des
Ganztagesschulbetriebes und den Einstieg in die Ganztagesbetreuung von
Kindern. Wir setzen uns ein für eine bunte Gemeinde, in der auch Platz für
Schwache ist.
Unter dem Deckmantel
von „Reformen“ oder „Haushaltskonsolidierung“ wird der Sozialstaat derzeit
nicht umgebaut, sondern zerstört. Es droht ein Absturz in gesellschaftliche
Verhältnisse wie in den USA. Gegenwehr und Gegenentwürfe sind also jetzt
nötiger denn je. Auch für die Zukunft gilt: Bewusste Bürger bewegen sich,
bewusste Bürger bewegen was!